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8. März 2010

Frauen wollen die Krisenlasten nicht tragen

Die Vorbereitungsgruppe für die Demonstration »Wir zahlen nicht für Eure Krise!« am 20. März in Essen verbreitete am Sonntag folgende Pressemitteilung:
Inge Höger, Mitglied des Bundestages in der Fraktion Die Linke, sieht Frauen stark von der Wirtschafts- und Finanzkrise betroffen. Sie bilanziert: »Die Krise des Finanzkapitals verschärft die Situation vieler Frauen ganz besonders. Frauen wurden schon häufig als industrielle Reservearmee benutzt. Besonders in Zeiten von Krisen oder Kriegen. In der Krise sind sie besonders von Erwerbslosigkeit und der Zunahme prekärer Beschäftigung betroffen. Und ehrenamtliche Familien- und Pflegearbeit werden mal wieder in ihre Zuständigkeit übergeben.« Gleichzeitig weiß Höger um die Suche vieler Frauen nach Alternativen: »Dabei zeigt gerade die krisenhafte Entwicklung des Kapitalismus das Ende eines auch männlichen Wahns des ständigen Wirtschaftswachstum auf. Viele Frauen wollen anders leben. Sie wollen, wie es immer so schön heißt, die Hälfte des Himmel und die Hälfte von allem auf Erden. Sie wollen eine friedliche Welt ohne Krise und Krieg.«

Um den Kampf gegen die Abwälzung der Krisenlasten auch und vor allem auf Frauen zu stärken, ruft Höger mit weiteren Vertreterinnen der Frauenbewegung für den 20. März, 12.30 Uhr, zu einer Großdemonstration nach Essen auf. Ein breites Bündnis, dem u. a ver.di Nordrhein-Westfalen angehört, will dort unter dem Motto »Wir zahlen nicht für Eure Krise. Zwingen wir die Profiteure zur Kasse!« den Sozialprotest in die europäische Kulturhauptstadt tragen.