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29. Januar 2010

MARTa für wenige und sonst nichts mehr?

DIE LINKE. Stadtverband Herford mahnt vor den Sparplänen der Stadt Herford im Bereich der Kultur und Freizeitmöglichkeiten und fordert ein konsequentes Umdenken.

Die Bundestagsabgeordnete Inge Höger und die Ratsfrau der LINKEN, Erika Zemaitis, warnen vor einer Stärkung der Leuchtturmprojekte MARTA und Nordwestdeutsche Philharmonie zuungunsten der im kulturellen Leben der Bürgerinnen und Bürger fest verankerten Einrichtungen wie Musikschule, Bibliothek, und Stadttheater. Eine Kürzung der Finanzierung in diesen Bereichen oder gar eine Schließung, stelle einen nicht zu verantwortenden Einschnitt in das Zusammenleben der Menschen dar.  Sie betont, es sei wichtig dem Einzelnen eine ortsnahe Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen, die er sich auch leisten kann. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass nicht  „ein Leuchtturm in der Kulturwüste“ Indikator einer erfolgreichen Kulturförderung ist.  „Viel mehr kommt es darauf an Menschen auf lokaler Ebene mit den Kenntnissen und dem Wissen auszustatten,  Kunst rezipieren zu können und sich selbst aktiv zu betätigen“, meint Erika Zemaitis. Dies sei die vornehmste Aufgabe von Kulturförderung und diese fände in Musikschulen, Volkshochschulen und Stadtbibliotheken statt und werde durch Theaterabonnements ergänzt. „Eine Vernachlässigung dieser Kulturanbieter verursacht auf Dauer einen nicht wieder gutzumachenden Schaden“, so die Linke Ratsfrau. Kultur müsse für alle zugänglich sei und bleiben. Damit ist nicht nur gemeint kulturelle Angebote preislich so zu gestalten, dass sie von den Menschen angenommen werden können, sondern auch die Art von Angeboten zu machen, die es ermöglicht, dass auch in Zukunft Menschen  gern Theater spielen und ein Instrument, einen Pinsel, einen Bleistift in die Hand nehmen und so Teil ihrer Stattkultur sind.

Das aber setzte voraus, Kultur als uneingeschränkt menschliches Attribut zu verstehen, nicht nur als dekoratives Sahnehäubchen für eine städtische Elite.