6. Oktober 2011 Inge Höger

Schnelle und unbürokratische Hilfe für Radargeschädigte erforderlich


„Es ist gut, dass nun endlich Bewegung in die Debatte um die Entschädigung für Radargeschädigte kommt“, kommentiert Inge Höger die Pläne des Verteidigungsministeriums, radargeschädigten ehemaligen Soldaten mit einer Stiftung zu helfen. „Jedoch bezweifle ich, dass eine Stiftungslösung den Betroffenen die schnelle und unbürokratische Hilfe zukommen lässt, die sie so dringend brauchen“, so die abrüstungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag.


Inge Höger weiter:


„Das deutsche Stiftungsrecht ist leider sehr kompliziert. Deshalb haben auch die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages davon abgeraten, sich auf diese Perspektive zu beschränken“, so die Linke-Politikerin. „Im Sinne der Betroffenen ist mir unverständlich, warum das Ministerium diesen sachkundigen Ratschlag nun ignoriert.“


„DIE LINKE begrüßt aber jeden Schritt, der den Radargeschädigten zu mehr Gerechtigkeit verhilft.“, unterstreicht das Mitglied im Verteidigungs-Ausschuss. Die Linksfraktion hat bereits einen eigenen Antrag eingebracht, der die umfassende Entschädigung aller Strahlengeschädigten fordert. „Denn uns geht es auch um zivile Opfer z.B. aus Atomkraftwerken oder der Wismut.“ Die Regierungspläne hingegen bedenken lediglich die Soldaten unter den Radargeschädigten.