15. Februar 2011 Inge Höger

Am 12. Februar war Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten

Inge Höger mit Zeichnungen von Schülerinnen und Schülern des Immanuel-Kant-Gymnasiums Bad Oeynhausen, die damit die Aktion "Rote Hand" gegen den Einsatz von Kindersoldaten unterstützen.

Inge Höger mit Zeichnungen von Schülerinnen und Schülern des Immanuel-Kant-Gymnasiums Bad Oeynhausen, die damit die Aktion "Rote Hand" gegen den Einsatz von Kindersoldaten unterstützen.

„Schlimm genug, dass Erwachsene Krieg führen. Der Missbrauch von Kindern in militärischen Konflikten ist absolut inakzeptabel und zeigt, wie perfide die militärische Logik ist“, so Inge Höger, abrüstungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag anlässlich des internationalen Tages gegen den Einsatz von Kindersoldaten, der am 12. Februar begangen wird.“

Höger weiter:

„Die Bundesregierung ist in zweifacher Hinsicht mitverantwortlich dafür, dass Kinder als Kriegsmaschinen aufwachsen: Zum einen bildet sie selbst im Rahmen der EU-Trainingsmission „EUTM“ in Somalia Kindersoldaten aus. Zum anderen beliefert Deutschland auch die Konflikte mit Waffen, die Kindersoldaten einsetzen“, sagte Höger und rief die Regierung dazu auf, Militärausbildungsmissionen wie die EUTM, sowie sämtliche Rüstungsexporte in Krisengebiete sofort einzustellen.

Das Leid von Kindersoldaten ist in keiner Weise mit der Situation deutscher Soldatinnen und Soldaten gleichzusetzen ist. Dennoch:

„Nicht umsonst kritisiert die UN Deutschland immer wieder dafür, dass die Bundeswehr 17jährige als Soldatinnen und Soldaten rekrutiert. Das widerspricht der UN-Söldnerkonvention! Und das ist wohl auch der Grund, warum sich sämtliche Bundesregierungen seit Jahren weigern, diese Konvention zu ratifizieren“, stellt die Linke-Politikerin fest.

Außerdem kritisierte die Bundestagsabgeordnete, dass die Bundeswehr zunehmend unter Jugendlichen um zukünftige Rekruten wirbt. „Die Bundeswehr hat an Schulen nichts zu suchen!“, machte Inge Höger deutlich.