2. Juni 2017

Der Staffelstab ist weitergereicht!

Die amtierende Bundestagsabgeordnete, Inge Höger, die als Verfechterin des Rotationsprinzips nicht erneut kandidiert hat den Staffelstab an einen jungen Genossen weitergegeben. Inge Höger: "Fabian vertritt DIE LINKE bereits sehr gut im Kreistag und wird ein würdiger Nachfolger der für Frieden und soziale Gerechtigkeit eintritt sein."

Fabian Stoffel ist 21 Jahre alt und studiert an der Universität Bielefeld Sozialwissenschaften und Politikwissenschaft. Er ist seit 2011 Mitglied der Linksjugend und seit 2012 Mitglied der Linkspartei.

"Ich komme aus einem Arbeiterhaushalt und bin jung. Dadurch kenne ich zum einen die schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen vieler Menschen in Deutschland und zum anderen kann ich für eben jene nächste Generation sprechen, die so gerne in politischen Sonntagsreden bemüht wird", so Fabian Stoffel und weiter:

"Ich möchte entschieden widersprechen wenn es heißt: Wir müssen sparen. Die schwarze Null muss stehen. Wir dürfen unseren Kindern nicht nur Schulden hinterlassen! Der Staat hat keinesfalls ein Ausgabenproblem. Der Reichtum in Deutschland ist nämlich in der Tat groß. Allerdings ist er nicht ausgewogen verteilt und kommt nicht der Masse an Menschen zugute, welche ihn  erarbeiten. Immer weniger Menschen haben einen immer größeren Anteil am Gesamtvermögen. Die oberen Zehn Prozent der Deutschen besitzen weit mehr als die Hälfte des Vermögens. Die untere Hälfte der Deutschen besitzt grade mal ein Prozent.

Das kann nicht richtig sein, denn nur Reiche können sich einen armen Staat leisten.

Darum fordern wir als DIE LINKE die Umverteilung des Vermögens in Deutschland.

Dazu haben wir ein gutes Konzept im Bundestagswahlprogramm, was unter anderem vorsieht, dass Vermögen ab einer Million Euro mit fünf Prozent besteuert wird.

 

Wenn Herr Schäuble trotzdem noch sparen möchte, soll er als erstes den Militärhaushalt eindampfen. Die nächste Generation hat gar nichts davon, hinter einem unsinnigen, kriegshetzerischen Zwei-Prozent-Ziel der Nato hinterherzulaufen.

Was die nächste Generation tatsächlich braucht sind Investitionen in sozialen Wohnungsbau, Gesundheitsversorgung, KiTas, Schulen, den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs  und der erneuerbaren Energien.

Das Geld dafür ist da. Wir müssen es uns nur zurückholen.

Ebenso ungerecht ist, dass Armut ebenso wie Reichtum vererbt wird.

Ein Großteil der Kinder, die in einem Hartz-IV Haushalt aufgewachsen sind, bezieht inzwischen selbst Hartz-IV. Das menschenverachtende Hartz-System gehört daher abgeschafft und durch eine sanktionsfreie Mindestsicherung von mindestens 1050 Euro ersetzt.

Für diese Ziele und noch mehr will ich im Bundestagswahlkampf für die Menschen kämpfen."