„Die Sicherung der uneingeschränkten Einsatzfähigkeit der Bundeswehr hat für die Bundesregierung offensichtlich Priorität vor dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung“ kommentiert die Bundestagsabgeordnete Inge Höger die Entscheidung Bundeswehrsoldaten und Beamte mit einem anderen Wirkstoff gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen als den Rest der Bevölkerung“. Höger ist Mitglied im Verteidigungsausschuss für die Fraktion DIE LINKE.
„Die Impfung soll vor dem relativ milden Grippevirus bewahren. Aber der Stoff hat zahlreiche Nebenwirkungen. Diese können offenbar so stark sein, dass sie für Soldaten unzumutbar sind. Weshalb sonst hat die Bundeswehr jetzt bei der Firma Baxter ein Kontingent eines anderen Schweinegrippe-Impfstoffs eingekauft? Die oberste Priorität des Verteidigungsministeriums ist es offensichtlich, die Einsatzfähigkeit und Durchhaltefähigkeit der Soldaten sicherzustellen. Eine andere schlüssige Erklärung für die Ungleichbehandlung gibt es nicht!“
„Es zeugt zudem von fehlender Sensibilität der beteiligten Ministerien, dass zwei verschiedene Impfstoffe an unterschiedliche Teile der Bevölkerung abgegeben werden. Zu den medizinischen Nebenwirkungen kommen so zwangsläufig weitere schmerzhaften Nebenwirkungen: hochgradige Verunsicherung bei jenen Menschen, die nicht in den Genuss des vermeintlich oder tatsächlich speziellen Stoffes kommen. Da nutzen alle Beschwichtigungsreden nichts! Der Schaden ist längst angerichtet.“