Aus Anlaß des Todes von Robert Enke, Fussballnationaltorwart, sowie zum Tag der Seelischen Gesundheit im Oktober 2009 erklärt Inge Höger, MdB, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheit und Soziales der Partei DIE LINKE. NRW:
„Es ist höchste Zeit, eine angemessene Versorgung und Prävention seelischer Erkrankungen in Deutschland zu gewährleisten. Gesundheitsförderung und Prävention sind hierzulande bisher zu sehr auf die körperliche Gesundheit fokussiert. Der tragische Tod von Robert Enke führt uns vor Augen, dass der Blick auf den ganzen Menschen gestärkt werden muss. Die Stigmatisierung von Betroffenen und die Benachteiligungen der psychischen und psychiatrischen Versorgung gegenüber der somatischen müssen überwunden werden. Robert Enkes Tod kann als ein persönliches Zeichen verstanden werden, das gesehen werden sollte.“
"Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen von Leistungsdruck und zunehmender Unsicherheit im Arbeitsleben müssen beachtet werden, wenn man sich mit seelischer Gesundheit befasst“, betont die Bundestagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE. Die Krise und die verfehlte Arbeitsmarktpolitik der neuen Regierung werde die gesundheitliche Bedrohung weiter verschärfen.
„Verheerenden Wirkungen auf die seelische Gesundheit nehmen auch die Kriegseinsätze der Bundeswehr. Nicht nur die zurückgekehrten deutschen Soldaten und Soldatinnen sind in vielen Fällen traumatisiert. Die in Kriegsgebieten lebenden Menschen sind dauerhaft betroffen und selten gesundheitlich versorgt“, unterstreicht MdB Inge Höger.