Bei einem Besuch im Haus der sozialen Dienste in der Hermannstrasse in Herford informierte sich die heimische Bundestagsabgeordente Inge Höger (DIE LINKE) über die Arbeit dieser Einrichtung. Jutta Henke, Leiterin des Sozialberatungsdienstes der Evangelischen Diakoniestiftung Herford, erläuterte Arbeit und Aufgaben der einzelnen Bausteine im neu bezogenen „Haus Hermannstraße“ in Herford und erklärte; „Diese gut vernetzten Hilfsangebot für bedürftige Menschen unter einem Dach sind einmalig in NRW.“
Gerade für wohnungslose Menschen mit ihren vielfältigen psychischen, physischen und sozialen Problemen sei dieses niederschwellige Hilfesystem sehr effektiv, so Henke.
Neben der umfangreichen Sozialberatung werden in einer regelmäßigen Sprechstunde auch notwenige medizinische Hilfen für Menschen angeboten, die sonst aus der Gesundheitsversorgung rausfallen. Die Fachstelle für Wohnungserhalt und Wohnungssicherung bietet breit gefächerte Hilfen, einschließlich besonderer Angebote für junge Erwachsene in Wohnungsnotfällen. Beim Herforder Mittagstisch erhalten mittellose Menschen gegen einen geringen finanziellen Beitrag fast täglich eine warme Mahlzeit. Bei einem anschließenden Rundgang zeigte sich MdB Inge Höger sehr interessiert und beeindruckt.
Neben nur wenigen Hauptamtlichen arbeiten zahlreiche Aktive ehrenamtlich, um dieses wichtige Gesamtsystem umfangreicher Hilfestellungen zu halten und zu stützen.
Sie wisse um die finanzielle Not der Städte und Gemeinden, so MdB Inge Höger, und natürlich sei sie sehr froh, dass es trotzdem diese notwendigen Hilfen gäbe. Dennoch werde sie nicht müde, diese Aufgaben als originäre Verpflichtung der politischen Entscheidungsträger einzufordern und sie nicht einzig und ausschließlich dem Ehrenamt aufzubürden.
Fotos:
1. Inge Höger läßt sich von Schwester Ingrid Hufnagel die neue Küche des Mittagstisches zeigen, während ehrenamtliche Helferinnen, Ingeborg Graf, Kornelia Scheffczyk (von links), bereits mit den Essensvorbereitungen beginnen.
2. Jutta Henke (Sozialberatungsdienst), Inge Höger, Ingrid Ambratis (Fachstelle für Wohnungserhalt, Stadt Herford) - von links