Ein vielseitiges Programm zur Sozialpolitik hatte MdB Inge Höger für die Besuchergruppe aus ihrem Wahlkreis Ostwestfalen zusammengestellt. Fast 50 politisch interessierte Verdi KollegInnen, machten sich zunächst bei einer Stadtrundfahrt, an politische Schwerpunkten orientiert, ein Bild von den zahlreichen Fassetten der pulsierenden Stadt.
Beim Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gab es eine kompetente Analyse der derzeitigen Sozialpolitik und Infos zur Lobby- und Verbindungsarbeit des DGB auf der politischen Bühne der Hauptstadt. Es wurde intensiv über aktuelle politische Themen diskutiert. Dabei wurde die anstehende Debatte um den „Euro-Rettungsschirm“ nicht ausgespart.
Dann ging es zum Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Schnell kamen die Ver.di-KollegInnen zur aktuellen sozialpolitische Regierungspolitik. Scharfe und kompetente Kritik musste sich der Referent gefallen lassen zu Themen wie Altersarmut, prekäre Arbeitsverhältnisse, mangelhafte soziale Integration und Abbau der sozialen Sicherheitssysteme.
Am Hackeschen Markt folgten die KollegInnen den Spuren jüdischen Lebens. Im Anne-Frank-Zentrum ging es dann nicht nur um NS-Geschichte, sondern auch um Vielfalt und die Gefahr von Rassismus in der heutigen Gesellschaft.
Ein Besuch des Plenarsaals gehört immer dazu. Alle hofften, die aktuelle Euro-Debatte und die Regierungserklärung der Bundeskanzlerin mit zu bekommen. Doch die Abgeordneten diskutierten noch hinter verschlossenen Türen in ihren Ausschüssen und politischen Gremien.
Im Verteidigungsausschuss ging es an diesem Morgen um gravierende Änderungen der Bundeswehrstandorte. Als abrüstungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion musste Inge Höger im Ausschuss ihre Position deutlich machen, so dass die Besuchergruppe ihre heimische Bundestagsabgeordnete nur kurz zu Gesicht bekam. Gleichwohl erhielten die BesucherInnen beeindruckende Einblicke in das turbulente politische Arbeitsleben einer Bundestagsabgeordneten und die abrüstungspolitische Themenvielfalt, die Inge Höger zu bearbeiten hat.