22. Juni 2016

Vertriebene brauchen keine Geschäfte mit der Not, sondern Hilfe und Unterstützung!

Durch die wachsende Zahl von Flüchtlingen ist in Deutschland eine regelrechte Flüchtlingsindustrie entstanden. Nicht nur illegale Schleuser verdienen an den Asylsuchenden, auch deutsche Firmen profitieren ganz legal. Private Anbieter nutzen die Notlage der Kommunen für ihren Profit. Ihr Wachstum generieren sie aus Unruhen, Kriegen und Diktaturen. Sie vermieten Zelte, Container und betreuen Wohnheime. Der Marktführer European Homecare ist eigenen Angaben zufolge bundesweit für mehr als 50 Asylbewerberunterkünfte mit 5.000 Menschen verantwortlich. Bereits Ende 2014 machte MdB Inge Höger gemeinsam mit Rats- und Kreistagsmitgliedern der Partei DIE LINKE auf die Missstände der Flüchtlingsunterkunft in der Herforder Ulmenstraße aufmerksam. Die damalige Situation war untragbar. In der durch European Homecare geführten Unterbringungseinrichtung stapelten sich Spenden in überfluteten Kellern, Kleiderspenden lagen unsortiert in halb aufgerissenen Müllsäcken im Keller verstreut und die medizinische Versorgung war katastrophal.  Inge Höger sieht sich in ihrer Forderung bestätigt, dass die Betreuung und Versorgung von Flüchtlingen nicht in die Hände von privaten Betreibern gehört, die aus der Not der Flüchtlinge ein Geschäft machen und an Sozialarbeitern und Ärzten sparen. Für die Unterbringung von Flüchtlingen sind dringend Qualitätsstandards erforderlich und es muss Auflagen geben über qualifiziertes und interkulturell geschultes Personal.