Sozialismus-Konzeptionen und Sozialismus-Herausforderungen
Die sozialistischen und kommunistischen Parteien in Deutschland definieren sich selbst dadurch, dass sie eine sozialistische Gesellschaft anstreben. Das unterscheidet sie grundlegend von anderen Parteien. Die Tatsache, dass die Agenda der sozialistischen Bewegung in diesem Land bereits tiefe Spuren hinterlassen hat und dabei verallgemeinert und auch verwässert wurde, wirkt dabei zum Teil auf diese Programme zurück. „Solidarität“ oder „Frieden“ sind Begriffe, bei denen nicht mehr um Akzeptanz, sondern um den Inhalt gestritten werden muss. Wenn diese Parteien Impulsgeber der Bewegungen für eine alternative Gesellschaft sein wollen, müssen sie auch begriffsscharfe, wirksame Programme bieten.
Die Tatsache, dass die Akteure der sozialistischen und kommunistischen Parteien den Gedankenaustausch über eine alternative Gesellschaft oft in ihren eigenen Kreisen und – gewollt oder ungewollt - zu wenig mit Menschen anderer Auffassungen pflegen, ist offensichtlich aber auch ein Grund dafür, dass eine verständliche Darlegung der Grundlagen und Möglichkeiten einer sozialistischen Gesellschaft meistens unterbleibt. Dies ist nicht nur ein Problem der Formulierungen, sondern gründet darin, dass die Linken über die Perspektive einer sozialistischen Gesellschaft für das 21. Jahrhundert inhaltlich unsicher sind. Welche Eckpunkte einer sozialistischen Gesellschaft können wir heute als Grundbestand formulieren?
11 - 18 Uhr
Die Diskussion mit Inge Höger beginnt am 12.02.2011 um 15.00h. Auf dem Podium diskutieren
- Dr. Bernd Drücke, Graswurzelrevolution
- Bettina Jürgensen, Bundesvorsitzende der DKP
- Dr. Robert Steigerwald, Marx-Engels-Stiftung
- Katrin Vogler; MdB Die Linke
- Inge Höger; MdB Die Linke
Arnold Schölzel (Chefredakteur junge Welt) und Klaus Leger werden moderieren.