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Inge Höger

Verhandeln statt Öl ins Feuer!

Für direkte und bedingungslose Verhandlungen auf der koreanischen Halbinsel

„Es gibt keine militärische Lösung für die Krise auf der koreanischen Halbinsel“, sagt Inge Höger, abrüstungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag. „Angesichts dessen sind deutsche Waffenlieferungen in die Region extrem fahrlässig und widersprechen zudem den Rüstungsexportrichtlinien, die Exporte in Spannungsgebiete untersagen.“

 

Höger weiter:

 

„Besonders die Taurus Marschflugkörper, die im bayrischen Schrobenhausen produziert werden, spielen eine zentrale Rolle in der gegenwärtigen Eskalatiosspirale“, so Höger. „Südkorea hat bereits 170 dieser Cruise Missiles bestellt, weitere 90 sollen folgen. Sie sind elementarer Teil der momentan in Südkorea stattfindenden Militärmanöver und Teil einer sogenannten Tötungskette und eines Enthauptungsschlages gegen den Norden. Mit Taurus-Raketen und deren bunkerbrechendem Gefechtskopf Mephisto können auch meterdicke Bunkerwände durchbrochen werden. Der eigentliche Sprengsatz kommt erst in der zuvor definierten Tiefe zum Einsatz.“

 

Die LINKE-Politikerin betont:  „Da zu den möglichen Zielen auch nordkoreanische Atomanlagen gehören, besteht die Gefahr, dass bei einem Einsatz der Taurus-Raketen atomare Strahlung im großen Umkreis freigesetzt wird.

Die gefährlichen Atomwaffen- und Raketentests im Norden und die US-amerikanischen Manöver zusammen mit den südkoreanischen Truppen riskieren die Zukunft der gesamten Region. Der einzige Ausweg sind direkte und bedingungslose Verhandlungen aller Beteiligten. Waffenlieferungen aus Deutschland sind in diesem Kontext denkbar kontraproduktiv und müssen deswegen sofort beendet werden.“


Ansprechpartnerin

Claudia Haydt

Abgeordnetenbüro Inge Höger

Platz der Republik

111011 Berlin

Tel.: 030 22774341

inge.hoeger.ma01@bundestag.de